Meldungen aus dem Bezirksverband Arnsberg

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Anne-Frank-Gymnasium Werne übernimmt Patenschaft über Kriegsgräberstätte

Bürgermeister Lothar Christ überreicht dem Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums, Marcel Damberg, und dem Lehrer Johannes Brysch sowie Schülerinnen und Schülern die Patenschaftsurkunde (v.r.n.l.).

Werne. Anlässlich des Gedenktages für alle Opfer des Nationalsozialismus, der gleichzeitig Internationaler Holocaust-Gedenktag ist, richtete die Stadt Werne am 27. Januar 2022 eine Gedenkstunde aus. Ehrengast war Regierungspräsident Hans-Josef Vogel. Höhepunkt war die Übernahme der Patenschaft des Anne-Frank-Gymnasiums über den sogenannten „Russischen Friedhof“ in Werne.

Im Rahmen des Gedenkens an alle Opfer des Nationalsozialismus legten der Regierungspräsident für den Landesverband NRW des Volksbundes, Bürgermeister Lothar Christ für die Stadt, die SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die Grünen Kränze am sogenannten „Russischen Friedhof“ am Südring nieder. An diesem Ort sind 103 sowjetische Kriegsgefangene und sowjetische Zivilistinnen und Zivilisten beerdigt, die nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt worden waren. Ebenso fanden sieben Polen und ein Rumäne hier ihre letzte Ruhe.
Der Bürgermeister der Stadt Werne, Lothar Christ, hielt vor Ort eine Gedenkrede. Fast 60 Besucherinnen und Besucher der Gedenkveranstaltung waren trotz des schlechten Wetters erschienen.

Bei der anschließenden Gedenkstunde im Bürgersaal des alten Rathauses standen die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums im Mittelpunkt. Unterstützt durch den Landesverband NRW des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. übernimmt die Schule die Patenschaft über den „Russischen Friedhof“. Im Zuge des Projektes „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ möchten die Schülerinnen und Schüler die Geschichten der einzelnen Kriegstoten recherchieren und u.a. in Form einer neu gestalteten Infotafel und mithilfe der App „Actionbound“ den Besucherinnen und Besuchern des Friedhofes zugänglich machen.

Vor diesem Hintergrund hielt der Schulleiter Marcel Damberg eine Rede, bevor Bürgermeister Lothar Christ die Patenschaftsurkunde an die Schule überreichte. Im Anschluss daran ergriff Herr Regierungspräsident Vogel das Wort, indem er das Vorhaben in Hinblick auf den zunehmenden Antisemitismus und Rassismus in unserer Welt sehr lobte. Er rief zum „aktiven Erinnern“ auf.

Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt, in der sich Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums, Bürgermeister Lothar Christ, die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Constanze Döhrer, und Vanessa Schmolke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. über die Ziele und Vorstellungen des Projektes austauschten. Während die Schülerinnen und Schüler den Wunsch haben, zu recherchieren und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren, begrüßt der Bürgermeister das Engagement und möchte das Vorhaben sowohl finanziell als auch in Hinblick auf die anfallenden Pflegearbeiten unterstützen. Das Stadtmuseum kann Materialien und Dokumente sowie Unterstützung bei der Recherche anbieten. Der Volksbund möchte den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie sie ihre Ideen auf einer Infotafel und in der „Actionbound“-App erfolgreich umsetzen können. Außerdem kann sie der Volksbund ebenso bei biographischen Recherchen unterstützen.
Insgesamt war die Gedenkveranstaltung sehr gelungen, und die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer freuen sich bereits darauf, ihre Recherchen zu vertiefen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren.
 

Hier finden Sie weitere Informationen über die Veranstaltungen:

https://www.afg-werne.de/afg/component/content/article/2-uncategorised/1198-sag-nein?Itemid=678

 

https://werne-plus.de/gesellschaftlich/bildung/2022/afg-setzt-zeichen-patenschaft-ueber-russischen-friedhof/

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