Soest. Kriegsgräber erinnern uns an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und dienen als Mahnung. Wir als Reservistenkameradschaft Soest fühlen uns verpflichtet, diese Menschen nicht zu vergessen. Daher führten wir am 11.07.2026, mit Unterstützung der Reservistenkameradschaften (RK) Erwitte, Möhnesee und Werl, eine Reinigung der Kriegsgräber auf dem Osthofenfriedhof in Soest durch. So bleiben sie in einem würdevollen Zustand.
Insgesamt gibt es in Soest und Umgebung zehn Kriegsgräberstätten mit 617 Toten aus beiden Weltkriegen. Sie befinden sich auf dem Zentralfriedhof (Osthofenfriedhof) und in den umliegenden Stadtteilen. Auf dem Osthofenfriedhof ist die größte Kriegsgräberstätte der Stadt Soest mit 572 Toten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges (die Namen der Toten des Ersten Weltkrieges stehen auf Stelen, die Namen der Toten des Zweiten Weltkrieges auf Kreuzen). In der Mitte der Anlage befindet sich ein Ehrenmal, außerdem sind dort die Grabstätten von Gefallenen des Deutsch-Österreichischen Krieges von 1866 und des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71.
Beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) und bei der Friedhofsverwaltung Soest war die Aktion angemeldet und genehmigt. Aufgrund der Vielzahl von Grabzeichen sollte dieser Termin nur der Auftakt für weitere Reinigungsarbeiten sein.
Am Samstagvormittag fanden sich 14 Reservistinnen und Reservisten auf dem Feld 25 des Osthofenfriedhofes ein, um bei strahlendem Sonnenschein die Arbeiten zu erledigen. Nach knapp vier Stunden waren gut 500 Grabzeichen gereinigt. Die restlichen Kreuze konnten nicht bearbeitet werden, hier muss die Friedhofsverwaltung zunächst den Aufwuchs entfernen. Als besonders positiv hervorzuheben ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Reservistenkameradschaften. Ohne deren Engagement wären die Arbeiten nicht so zügig vonstattengegangen.
Text und Bilder: Uwe Heuwinkel